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Alte Messe Leipzig

100 Jahre Gartenstadt Marienbrunn

Am 31. August wurde beim Marienbrunnfest der 100. Geburtstag des gleichnamigen Leipziger Stadtteils gefeiert. Vor rund 100 Jahren erwachte das Gelände der Alten Messe und damit die Gartenstadt zum Leben. Als die Internationale Baufachausstellung (IBA) 1913 geplant wurde, kam dem damaligen Stadtbauinspektor Hans Strobel auf eine Idee. Er wollte den Menschen keine temporäre Gartenmodellstadt präsentieren, sondern eine reale, greifbare und nutzbare Gartenstadt.

Bereits in England hatten Architekten das Prinzip einer Gartenstadt entwickelt. Weg von rein zweckmäßigen Unterkünften in der Stadt, den  Arbeiter-Quartieren, hin zu einem wohnlichen Heim im Grünen. Das Konzept der Reihenhäuser entstand. Architekten wie Hänsel, Tschammer und Weidenbach waren Begründer dieser Projekte.

Ende 1911 wurde die Gartenvorstadt Leipzig-Marienbrunn GmbH gegründet. Diese plante und baute eine Siedlung im Gartenstadtmodell bis zur Eröffnung der IBA am 3. Mai. 1913. Um die örtliche Grundversorgung sicherzustellen wurden kleine Läden, Fleischer und ein Gasthaus angesiedelt. Durch diese Gartenvorstadt ergab sich den Besuchern der IBA auch nach dem Ende der Ausstellung die Betrachtung des neuen Stadtkonzepts am „lebendem Beispiel“.

Dieses Stadtgebiet wurde ab 1915 erweitert, welches jedoch mit Pausen aufgrund des Ersten Weltkrieges geschah. In den 20er Jahren wurde das Konzept weiterentwickelt und in der Nähe der Straße „An der Tabaksmühle“  Einzel-und Doppelhäuser mit „Selbstversorgergärten“ errichtet. Bis heute kann man die Gartenstadt Leipzig-Marienbrunn noch besuchen.

So feiern dieses Jahr die Alte Messe Leipzig und die Gartenstadt Leipzig-Marienbrunn ihr hundertjähriges Bestehen.

Titelbild: Quelle = Stadtgeschichtliches Museum Leipzig | Urheber = Verlag Gartenvorstadt Marienbrunn GmbH


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